[[1819:bmg_hilflosigkeit]]

Legt man die Punkteausbeute über eine längere Periode zugrunde, so setzte bei der Borussia kurz nach Beginn der Rückrunde eine Metamorphose von einem Champions League Aspiranten zu einem Abstiegsaspiranten ein. Tatsächlich ist dies nicht nur an der Punkteausbeute dingfest zu machen, sondern auch an der Spielweise.

Die Gründe hierfür sind sicherlich sehr vielfältig. Zu beobachten war die Entwicklung einer gewissen Hilflosigkeit im Spiel der Borussia; viele Teams hatten das Spielsystem der Borussia entschlüsselt. Sie überließen der Borussia den Ball in ihrer Spielhälfte und pressten vehement in der eigenen Hälfte. Hierauf fand die Borussia bisher keine Antwort und so entwickelte sich Stück für Stück ein immer höherer und sinnloser Ballbesitz, die Dynamik verschwand und die ehemalige Laufstärke wurde zu einer Schwäche. Die Borussia ist in der Rückrunde bis auf das Überzahlspiel gegen Schalke nicht einmal mehr gelaufen als der Gegner, dass dies nicht zwangsläufig so sein muss, zeigt das Gegenbeispiel Bayer Leverkusen.

Die Hilflosigkeit äußert sich auch in der kontinuierlichen Abnahme im Kreieren von Torchancen (xGoals) bei gleichzeitigem Anstieg der Gegentorchancen (xGoals against).

Es entstand ein negativer Lauf, der sicherlich auch am Selbstvertrauen nagte und in der Folge arg an der Effizienz der Borussia. Aus einer ehemals hohen Effizienz von etwa 1.3-1.4 Toren aus jeder Torchance (xGoal) hat sich eine desolate Torchancen-Effizienz von nur noch 0.5-0.6 Toren pro xGoal entwickelt.

Ein Fazit fällt schwer, denn dies alles kommt nicht aus dem Nichts, sondern war als Entwicklung seit vielen Spielen zu beobachten, nicht nur in den Daten, sondern insbesondere auch in der oft lethargischen, hilflosen und konzeptlosen Spielweise der Borussia. Hier ist der Trainer in erster Linie gefragt!

ralf schädle, 2019/05/02 10:21

Hecking war schon immer ein Trainer,der das vorhandene Spielermaterial verwaltet,von Weiterentwicklung war noch nie etwas zu sehen,auch nicht in Wolfsburg,wo er eine mit VW-Millionen zusammengestellte Mannschaft übernahm,verwaltete und schließlich bis an die Nähe der Abstiegsplätze coachte.Genau das wäre der Borussia kommende Saison auch passiert,Gott sei Dank hat Eberl ausnahmsweise die Zeichen der Zeit erkannt und die Reißleine gezogen.Allerdings steht da immer noch ein in weiten Teilen untauglicher Kader mit viel zu viel ähnlichen Spielern,torungefährlich(nicht erst seit jetzt…) und vor allem vielfach über den Zenit hinaus(Jantschke,Stindl,Raffael,Wendt,Traore,Johnson) oder nicht mehr großartig verbesserungsfähig(Kramer,Ginter,Herrmann,Elvedi.Lang,Strobl).Um den Kader komplett rundzuerneuern ist kein Geld da,wenn es ganz dumm läuft noch nicht mal die Hazard-Millionen,außerdem spielen wir voraussichtlich nicht mal Europaliga und das zum vierten mal in Folge,was uns für mögliche Neuzugänge nicht gerade attraktiv macht.Das wird für Rose jedenfalls eine Mega-Aufgabe und ich setze meine ganze Hoffnung in ihn,denn schließlich soll auch ein gewisser Jesus Wasser zu Wein gemacht haben…

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  • Zuletzt geändert: 2019/04/29 07:26
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